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Studienreise nach Polen

Stettin - Köslin - Danzig


Während sich in Frankreich und England der 1. Weltkrieg als europäische Urkatastrophe in das kollektive Gedächtnis einschrieb, steht in Polen der Freiheitskampf gegen (Nazi)deutschland und (Sowjet)russland im Vordergrund – eine Erfahrung, die bis heute das Verhältnis des Landes zu den Nachbarmächten prägt.

Bereits im 18. Jh. hatten Russland, Preußen und Österreich Polen unter sich aufgeteilt, erst mit dem Vertrag von Versailles erhielt es Unabhängigkeit und Staatsgebiet zurück. Als 1939 mit dem Beschuss der Danziger Westerplatte der 2. Weltkrieg begann, war die junge Republik erneut das Ziel deutscher und russischer Expansion und Schauplatz von Deportationen, ethnischen Säuberungen und Vernichtungskampagnen, zunächst im Rahmen nationalsozialistischer, später stalinistischer Machtpolitik. Anders als Westeuropa brachte nicht das Kriegsende Polen die Freiheit, sondern erst der Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Volksrepublik musste nach 1945 Gebiete im sowjetisch besetzten Osten abtreten und gewann im Westen Staatsgebiet hinzu. Deutsche wie Polen mussten in großer Zahl ihre Heimat verlassen, wurden vertrieben oder umgesiedelt.

Hiervon waren auch die Städte Szczecin (Stettin), Gdansk (Danzig) und Koszalin (Köslin) an der polnischen Ostseeküste betroffen, in die die 7-tägige Studienreise führt. Im Mittelpunkt stehen bedeutende, z.T. international prämierte Museen, die polnische Geschichte zwischen 1939 und 1989 erzählen: In Stettin das Dialogzentrum Umbrüche, in Danzig das Museum des Zweiten Weltkriegs / Westerplatte-Museum und das Europäische Solidarnosc-Zentrum auf der legendären Werft. Diese Präsentationen sind auch Gegenstand erbitterter politischer Kontroversen um das Verhältnis von Geschichte und religiös-nationaler Identität. - Wir besuchen die Gedenkstätte im ehemaligen KZ Stutthoff und suchen Spuren der Bekennenden Kirche um Dietrich Bonhoeffer sowie des Diakonissenstifts Salem in Köslin, das nach dem Krieg in Minden eine neue Heimat fand. Denkmallandschaften und Friedhöfe werfen Fragen nach der „Umkodierung“ von Stadträumen, nach Beziehungen zwischen deutsch geprägter Vergangenheit und polnischer Gegenwart und nach Perspektiven für regionale bis europäische Identitäten auf.

Leitung: Uschi Bender-Wittmann und Gertraud Strohm-Katzer
Fahrtkosten: 550 € inkl. Busfahrt ab Minden, Eintritte, Führungen, Reiseleitung, Trinkgelder, 6 ÜF im DZ, 2x in Stettin (****-Hotel), 3x in Danzig und 1x in Köslin (***-Hotels), 2 gemeinsame Abendessen (ohne Getränke). EZ-Zuschlag: 145 €.
Abfahrt: Di, 26.5.2020, 7.00 Uhr, Parkplatz Kanzlers Weide, Minden
Rückkehr: Mo, 1.6.2020 (Pfingstmontag), ca. 18.30 Uhr, Parkplatz Kanzlers Weide, Minden

Anmeldung bis zum 31. Januar 2020 beim Mindener Geschichtsverein.

Status: Plätze frei

Kursnr.: PM10048

Beginn: Di., 26.05.2020, 07:00 - 18:30 Uhr

Dauer: 7 Termine

Kursort: Parkplatz Kanzlers Weide

Gebühr: 550,00 €

Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.

Datum
26.05.2020
Uhrzeit
07:30 - 18:00 Uhr
Ort
Parkplatz Simeonsplatz
Datum
27.05.2020
Uhrzeit
07:30 - 18:00 Uhr
Ort
Parkplatz Simeonsplatz
Datum
28.05.2020
Uhrzeit
07:30 - 18:00 Uhr
Ort
Parkplatz Simeonsplatz
Datum
29.05.2020
Uhrzeit
07:30 - 18:00 Uhr
Ort
Parkplatz Simeonsplatz
Datum
30.05.2020
Uhrzeit
07:30 - 18:00 Uhr
Ort
Parkplatz Simeonsplatz
Datum
31.05.2020
Uhrzeit
07:30 - 18:00 Uhr
Ort
Parkplatz Simeonsplatz
Datum
01.06.2020
Uhrzeit
07:30 - 18:00 Uhr
Ort
Parkplatz Simeonsplatz




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