Energie sparen heißt Geld sparen

Workshop für Integrationskursteilnehmer


Wie sich mit wenig Aufwand viel Energie und Geld im Haushalt einsparen lässt, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops „Energie sparen heißt Geld sparen“ am 11. April in der VHS Bad Oeynhausen erfahren: Der Workshop wurde von der Verbraucherzentrale Minden in Kooperation mit der VHS organisiert. Die Heizung nicht voll aufdrehen, kürzer duschen und den Kühlschrank nicht zu kalt einstellen – diese und weitere Tipps „erspielten“ sich die Frauen und Männer gemeinsam mit Energieberaterin Kerstin Pahnke und der Bundesfreiwilligen Annika Hellweg von der VHS in Bad Oeynhausen. Denn anders als bei einem Vortrag werden die Teilnehmer/-innen des Workshops, der sich vor allem an interessierte Menschen mit Migrationshintergrund richtet, hier spielerisch selbst aktiv.

An verschiedenen Stationen sollen die Spielteams sich so verhalten, dass möglichst wenig Energie verbraucht wird. Ist dies nicht der Fall, muss bezahlt werden: mit Spielgeld. „Wir möchten ein Bewusstsein für den Zusammenhang von Verbrauch und Kosten wecken. Viele Teilnehmer wohnen noch nicht lange in Deutschland und wissen daher noch nicht, dass Energie, und insbesondere Strom, hierzulande sehr teuer ist. Das kann – übrigens nicht nur bei Zuwanderern – zu bösen Überraschungen führen, denen wir vorbeugen möchten“, berichtet die Energieberaterin.

Aha-Momente gab es während des Workshops viele. So zum Beispiel beim Thema Badezimmer. Die Frauen und Männer erfuhren, dass das Erhitzen des Wassers mit Strom deutlich teurer ist als mit Gas. Und dass es in diesem Fall sinnvoll ist, zum Beispiel möglichst kurz zu duschen. „Wir möchten nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen, sondern Anregungen geben, wo im Haushalt Einsparpotenziale zu finden sind“, erklärt Kerstin Pahnke. Daher seien die Spielstationen den Räumen Badezimmer, Wohnzimmer und Küche nachempfunden. So werde ganz praxisnah deutlich, dass man es mit wenig Aufwand selbst in der Hand habe, Energie einzusparen.

Gewonnen hat am Ende die Gruppe, die noch das meiste Spielgeld übrig hatte: „Der Ehrgeiz, möglichst wenig Spielgeld auszugeben, regt die Diskussion unter den Teilnehmern an und trägt dazu bei, dass gemeinsam die richtigen Lösungen gefunden werden“, resümiert Frau Pahnke.

Auf Grund der positiven Erfahrungen sind weitere Workshops dieser Art in Planung.


 

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Mai 2018

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