Abschied nehmen

Abschied nehmen

Helga Riemanns geht in den Ruhestand

Nach über 39 Jahren Tätigkeit an der Volkshochschule Minden geht Helga Riemanns zu Semesterstart in den wohlverdienten Ruhestand. Aus diesem Anlass hatte Frau Riemanns noch vor der Sommerpause zu einer kleinen Feierstunde eingeladen, bei der sich neben allen Kolleginnen und Kollegen auch die Zweckverbandsvorsitzende Dolores-Regina Stieler-Hinz und der VHS-Direktor Dietmar Lehmann verabschieden konnten. So manch heitere Anekdote aus fast 4 Jahrzehnten Berufs- und VHS-Erfahrung kam  dabei zum Vortrag, aber auch interessante Blitzlichter zur Entwicklung der Erwachsenenbildung im Laufe der Jahre und mitunter ein wehmütiger Blick auf ein vielschichtiges und oft herausforderndes VHS-Berufsleben.

Im Mai 1979 trat die damals 26-jährige gebürtige Aachenerin als hauptamtliche Pädagogin in das auch noch junge Leben der VHS Minden. Zuvor hatte sie ihr Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie und zunächst Romanistik an der RWTH Aachen, ergänzt um Germanistik an der Philipps-Universität Marburg 1977 mit dem Grad Diplompädagogin, Schwerpunkt Erwachsenenbildung, abgeschlossen. Es folgten zum Einstieg als Erwachsenenbildnerin einige Lehrverträge an Volkshochschulen im Umkreis Hannover sowie die Tätigkeit als hauptamtliche Mitarbeiterin in einem Projekt zur sprachlichen, sozialen und beruflichen Integration von Aussiedlern  in Bayern, bevor die VHS Minden sie rief.

„Fast schon ein Anachronismus auf dem Arbeitsmarkt, auf eine so langjährige Karriere bei einem Arbeitgeber zurückblicken zu können“, scherzte sie bereits bei ihrem 30-jährigen VHS-Dienstjubiläum. Zu facettenreich und bewegt war ihr Arbeitsleben in der VHS, als dass jemals Langeweile aufkommen konnte, ständig wollten neue Herausforderungen angepackt werden. Zunächst stand die Programmbereichsleitung Politik zusammen mit dem damaligen Leiter der Volkshochschule Dr. Gerd Voswinkel und der Aufbau von Angeboten für Benachteiligte, für Frauen, Ältere, Behinderte, Analphabeten im Fokus ihres Engagements. Lange Jahre war sie für Weiterbildungsberatung und den Auf- und Ausbau des Zweiten Bildungswegs zuständig, womit Hunderte von Menschen der Region eine 2. Chance zum Nachholen von Schulabschlüssen erhielten. Sie engagierte sich beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, in der Akquise von Firmenkursen wie der Startphase vom Offenen Ganztag und übernahm später die Verantwortlichkeit für den Programmbereich Gesundheit-Sport. Sehr früh engagierte sie sich im Bereich Deutschkurse für Migranten, der mit dem Zuwanderungsgesetz und neuen staatlichen Fördermöglichkeiten bis heute eine rasante Entwicklung nimmt und jährlich Hunderten von Zuwanderern eine Integrationschance bietet.

Nun ist es soweit. Uns als Volkshochschule bleibt, ihr für die immens produktive und engagierte Zusammenarbeit zu danken. Sie hat für viele Programmbereiche - für die sie im Laufe ihres Berufslebens verantwortlich war -  den Grundstein gelegt und das Profil der Volkshochschule maßgeblich mitgeprägt. Wir wünschen unserer Kollegin für den weiteren persönlichen Weg alles erdenklich Gute! Ihr Bild von ihr bleibt in unserer Erinnerung - in guter Erinnerung.

 

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